Wann wächst ein junger Athlet am schnellsten – und was bedeutet das für Training und Verletzungsrisiko? Die PHV-Analyse liefert evidenzbasierte Antworten.
Die Peak Height Velocity (PHV) beschreibt den Zeitpunkt des stärksten Längenwachstums während der Pubertät – also den „Wachstumsschub". Jungen erreichen diesen meist mit ca. 13–14 Jahren, Mädchen ca. 1–2 Jahre früher.
Der Maturity Offset gibt an, wie viele Jahre ein Athlet vor (negativ) oder nach (positiv) diesem Höhepunkt liegt. Er wird berechnet nach der Mirwald-Formel (2002), die folgende Messwerte verwendet:
Aus Körpergröße minus Sitzhöhe ergibt sich die Beinlänge, die zusammen mit den anderen Werten in die geschlechtsspezifische Formel eingeht.
Erlernen Sie die richtige Messung aller drei Körperdimensionen für die PHV-Berechnung.
💡 Tipp für genaue Messungen:
Alle Messungen sollten am gleichen Tag zur gleichen Tageszeit durchgeführt werden, um maximale Konsistenz zu erreichen. Die Körpergröße ist morgens ca. 1–2 cm größer als abends.
Während des Wachstumsschubs wachsen Knochen, Sehnen und Muskeln asynchron. Das Kniegelenk ist besonders anfällig für Überlastungen – z.B. Morbus Schlatter oder erhöhtes VKB-Verletzungsrisiko. Gezieltes Monitoring und Belastungssteuerung in dieser Phase sind entscheidend.
Pre-PHV
Schnelligkeit, Koordination, Technik
Circa-PHV
Mobilität, Rumpf, Belastungssteuerung
Post-PHV
Kraft (Hypertrophie), Ausdauer