Einbeinstand auf dem operierten Bein mit unerwarteten Ball- und Zug-Störreizen. Trainiert die reflexartige Rezentrierung – die Unvorhersehbarkeit ist das Trainingsprinzip.
Einbeinstand auf dem operierten Bein mit Ball- & Zug-Störreizen
Prinzip: Der Athlet steht einbeinig auf dem operierten Bein. Der Therapeut wirft einen Ball (Medizinball 1–3 kg oder Fußball) gezielt in Richtung des Athleten, der ihn ein- oder beidhändig fangen und sofort wieder zurückwerfen muss.
📋 Schritt-für-Schritt:
⚡ Progression: Wurfgeschwindigkeit erhöhen → Reaktionszeit verkürzen → unvorhersehbar randomisieren (links/rechts/hoch/flach) → Augenbindung reduzieren (Athlet schaut geradeaus, Ball kommt von der Seite).
Prinzip: Eine Theraband-/Widerstandsband wird am Becken oder Rumpf des Athleten befestigt. Der Therapeut zieht in unvorhersehbaren Momenten an der Bandenden – der Athlet muss dem Zug entgegenhalten und sich rezentrieren.
📋 Schritt-für-Schritt:
⚡ Progression: Zugrichtung variieren → Zugstärke erhöhen → Zufallsintervalle (Athlet weiß nicht, wann der Zug kommt) → zusätzlich Ballwurf kombinieren (Dual-Task).
⚠️ Sicherheitshinweis: Theraband nicht am Nacken befestigen. Immer am Becken oder Rumpf fixieren. Bandbelastung stufenlos dosierbar – nie mit Maximalzug starten. Bei Schmerz oder Instabilitätsgefühl: sofort abbrechen.
Schnelle, symmetrische Rezentrierung nach jeder Störung – ohne Knie-Valgus und ohne Beckenkippen.
Ab Phase 3 (Woche 13–20). 2–3× pro Woche fest integriert, messgestützt im Profi-Bereich.
Knie bleibt über dem Fuß, Becken waagerecht, keine Kompensationsmuster erkennen.